Der größte Umbruch in der europäischen digitalen Identität seit einem Jahrzehnt hat begonnen. Was eIDAS 2.0 für Ihre Organisation bedeutet,und wie Sie sich vorbereiten.
Die überarbeitete eIDAS-Verordnung, bekannt als eIDAS 2.0, verändert grundlegend, wie 450 Millionen Europäerinnen und Europäer ihre Identität online nachweisen. Kernstück ist die EU Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet): eine staatlich zertifizierte, europaweit nutzbare digitale Brieftasche, mit der Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Identitätsattribute, Nachweise und qualifizierte Signaturen sicher und selbstbestimmt vorlegen können. Für jede Organisation, die Kunden integriert, Dokumente signiert oder Identitäten prüft, ist das keine ferne politische Debatte, sondern eine bald wirksame operative Veränderung.
Was sich konkret ändert
- Eine universelle Wallet. Jeder EU-Mitgliedstaat muss mindestens eine EUDI-Wallet anbieten und damit Nutzerinnen und Nutzer eine einheitliche
r, vertrauenswürdige Möglichkeit geben, verifizierte Identitätsdaten grenz- und branchenübergreifend zu teilen. - Qualifizierte Signaturen aus der Wallet. Die Wallet muss qualifizierte elektronische Signaturen (QES) für natürliche Personen unterstützen und damit rechtsverbindliches, der handschriftlichen Unterschrift gleichwertiges Signieren für alle ermöglichen – kostenfrei zur privaten Nutzung
- Akzeptanzpflicht. Relying Parties in regulierten Sektoren wie Banken, Telekommunikation, große Plattformen und öffentliche Dienste, müssen die Wallet zur Identifizierung und Authentifizierung akzeptieren.
- Stärkere Vertrauensdienste. eIDAS 2.0 ergänzt neue qualifizierte Vertrauensdienste, darunter die elektronische Attestierung von Attributen und qualifiziertes Fernsignieren.
Der Zeitplan, an dem Sie sich orientieren sollten
Die Umsetzungsvorschriften liegen vor, und die Mitgliedstaaten müssen Wallets bis 2026 bereitstellen; die Akzeptanzpflicht für Relying Parties folgt ab 2027. Das klingt komfortabel, doch die Integration von Identitätsprüfung, Attributabfrage und qualifiziertem Signieren in bestehende Customer Journeys ist kein simpler Knopfdruck, sondern zieht sich über mehrere Quartale. Wer jetzt beginnt, nutzt die Wallet als Vorteil; wer abwartet, gerät unter Zeitdruck.
Wie Sie sich vorbereiten
- Identitäts-Touchpoints erfassen. Bestimmen Sie jede Onboarding-, Login- und Signaturstrecke, bei der die Wallet manuelle Prüfungen oder schwächere Verfahren ersetzen kann.
- Relying-Party-Integration planen. Klären Sie, wie Sie Wallet-Attribute anfordern und verifizieren und wo die Akzeptanzpflicht für Sie gilt.
- Signatur-fit werden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Signaturprozesse Wallet-basierte qualifizierte Signaturen akzeptieren und zuverlässig validieren können.
- Mit einem qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter zusammenarbeiten. Identität und Signatur im Wallet-Zeitalter beruhen auf qualifizierten Vertrauensdiensten ählen Sie einen Partner, der diese bereits betreibt.
Wie primesign unterstützt
primesign hilft Ihnen, eIDAS 2.0 aktiv mitzugestalten, anstatt nur darauf zu reagieren. Wir verbinden Vertrauensdienste wie das qualifizierte Remote-Signing mit einer dedizierten Signaturplattform. Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung von Relying-Party-Integrationen und Wallet-basierten Signaturen und machen die EUDI-Wallet zu einem überzeugenden Kundenerlebnis, statt zu einem kurzfristigen Compliance-Sprint.
Frühzeitig starten? Sprechen Sie mit primesign über eIDAS 2.0 und die EUDI-Wallet.