Eine qualifizierte elektronische Signatur ist nur so vertrauenswürdig wie die Identität dahinter. Bevor jemand auf qualifiziertem Niveau signieren kann, muss er zuverlässig identifiziert werden — und das zunehmend aus der Ferne, in Minuten, ohne Filialbesuch. Fernidentifizierung ist der stille Wegbereiter, der digitales Signieren von bequem zu rechtlich belastbar macht.
Warum Identifizierung beim Signieren zählt
eIDAS verlangt, dass der Inhaber eines qualifizierten Zertifikats mit einem hohen Vertrauensniveau identifiziert wird. Das verleiht einer qualifizierten Signatur ihre Rechtskraft: Ein Gericht kann sich auf die Verbindung zwischen Signatur und einer realen, verifizierten Person verlassen. Stimmt die Identifizierung, halten die Signaturen einer Prüfung stand; stimmt sie nicht, ist die gesamte Vertrauenskette kompromittiert.
Methoden der Fernidentifizierung
- Video-Identifizierung: ein geschulter Agent oder ein automatisierter Prozess prüft eine Person anhand ihres Ausweisdokuments in einer Live- oder aufgezeichneten Sitzung.
- Elektronische Identität (eID): nationale eID-Systeme und NFC-lesbare Ausweise bestätigen die Identität direkt aus staatlicher Quelle.
- Bank-Identifizierung: Nutzung einer bestehenden, bereits verifizierten Bankbeziehung.
- Die EU Digital Identity Wallet: mit der Einführung von eIDAS 2.0 wird die EUDI-Wallet es Nutzern ermöglichen, Identität nachzuweisen und sogar direkt aus der Wallet zu signieren.
Einmalige versus wiederverwendbare Identität
Identifizierung kann je Signaturvorgang oder einmalig erfolgen, um eine wiederverwendbare Signaturidentität bereitzustellen. Wiederverwendbare Identität ist für wiederkehrende Unterzeichner weit reibungsärmer: einmal verifizieren, dann vielfach mit starker Authentifizierung signieren. Für gelegentliche oder einmalige Unterzeichner hält die sofortige Identifizierung den Ablauf in sich geschlossen.
Compliance und Erlebnis ausbalancieren
Die Kunst besteht darin, das geforderte Vertrauensniveau zu erreichen, ohne den Unterzeichner an Reibung zu verlieren. Die stärkste Identifizierung der Welt ist wertlos, wenn Nutzer auf halbem Weg abbrechen. Moderne Fernidentifizierung ist schnell und mobil-first gestaltet und verbindet das von eIDAS geforderte Niveau mit einem Ablauf, der Minuten dauert — und direkt in den anschließenden Signaturschritt mündet.
SO UNTERSTÜTZT SIE PRIMESIGN
primesign integriert sichere Fernidentifizierung nahtlos in den Prozess der qualifizierten elektronischen Signatur. Mit Optionen wie Video-Identifizierung und eID-basierter Verifizierung können Unterzeichner ihre Identität sicher und bequem aus der Ferne bestätigen, bevor sie eine qualifizierte elektronische Signatur erstellen. So unterstützt primesign Organisationen dabei, die erforderlichen eIDAS-Vertrauensniveaus einzuhalten und gleichzeitig eine schnelle, benutzerfreundliche Signaturerfahrung zu bieten.
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